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Liebe Freunde der Orgelmusik,
anbei zu Ihrer Information mal die neueste Einladung unserer Orgelfreunde aus Leipzig. Wer Zeit und Lust hat, kann sehr gerne daran teilnehmen.
Herzliche Grüße - Ihre Kerstin Hansen




 

Freundeskreis Orgel Leipzig
Einladung zu Exkursionen im April und Mai 2009
Liebe Orgelfreunde!

Der Frühling naht und wir werden wieder einmal zu neuen Unternehmungen starten. Folgende Exkursionen sind als nächste geplant:
(Teilnahme sowie Platzangebot im PKW bzw. Platzbedarf bitte Herrn Thieme, Tel. 2216307, mitteilen)

1. Donnerstag, den 16. April 2009 Frauenprießnitz/Tautenburg

1.1.
9.30 Uhr
Treffen an der Kirche St. Mauritius in Frauenprießnitz
Hinweis für die PKW-Fahrer
: A9 bis AS Eisenberg, B7 Richtung Jena bis Trotz (Ampelkreuzung), rechts abbiegen in Richtung Camburg über Wetzdorf nach Frauenprießnitz.Die nunmehr fertiggestellte und am 19. Oktober 2008 geweihte Orgel III/54, die wir schon im Jahre 2003 (als nur das Rückpositiv fertig war) besichtigten, wird uns erneut Tischlermeister Thomas Schenke vorführen. Er ist bekanntlich der Initiator dieser außerordentlich schönen und erstaunlich großen “Dorfkirchenorgel”, der auch alle tischlermäßigen Holzarbeiten ausführte. Am speziellen Orgelbau haben der Orgelbaumeister Wünning und seine Mitarbeiter großen Anteil. Im Anschluß an den Besuch der Kirche werden wir das nahegelegene ehemalige Rentamt (mit hohem Turm) besichtigen, durch das uns Herr Grünewald führen wird.

Das Mittagessen werden wir im Gasthof “Zur Tautenburg” in Tautenburg einnehmen.
1.2.
ca. 14 UhrThüringer Landessternwarte Tautenburg (Karl-Schwarzschild-Observatorium)In einer fachkundigen Führung werden wir mit den in ein internationales astronomisches Netzwerk eingebundenen Forschungsgebieten (Schwerpunkt: Planeten außerhalb des Sonnensystems) vertraut gemacht. Instrumenteller Höhepunkt wird das 2m-Spiegelteleskop von Carl Zeiß Jena sein.Der weitere Exkursionsverlauf ist noch offen. Reizvoll wäre ein Abstecher zu den Dornburger Schlössern.

2. Mittwoch, den 6. Mai 2009 Chemnitz, die kaum bekannte Orgelstadt

2.1.
9.30 Uhr
Treffen an der Schloßkirche Chemnitz
Hinweis für die PKW-Fahrer
: Ca. 3 km stadteinwärts von der Autobahn A4 ist in einer Rechtskrümmung der Leipziger Str. der Leipziger Platz mit einer mehrspurigen Ampelkreuzung. Dort links einordnen und nach links in die Winklerstr. abbiegen, geradeaus über 3 Querstraßen hinweg zur Hechlerstr., dann rechts ab bis zur Salzstr. und nach links zum Parkplatz an der Kirche fahren. Erläuterungen zur Weiterfahrt dann vor Ort.Die außerhalb von Chemnitz nur wenig bekannte ehemalige Klosterkirche der Benediktiner ist eine spätgotische Hallenkirche mit prächtigem Gewölbe und reichem skulpturalen Schmuck (besonders wertvoll: das Nordportal von Franz Maidburg).
Nach dem Abriß der kaum noch spielbaren bisherigen Orgel ist ein neues Orgelprojekt im Gange, das von der Orgelmanufaktur Vleugels, Hardheim, betreut wird. Gegenwärtig sind aus Finanzierungsgründen nur das Schwellwerk und die Barkermaschine aufgestellt und spielbar. Das Gesamtkonzept sieht eine französisch-romantisch disponierte 3-manualige Orgel im Stil Cavaillé-Colls vor. Kantor KMD Siegfried Petri wird uns diese in einem durchaus interessanten Bauzustand befindliche Orgel erläutern und vorführen.

2.2.
ca. 11 Uhr Petrikirche am Theaterplatz, neben dem Opernhaus Zusammen mit dem 1888 vollendeten Bau dieser neugotischen Kirche wurde von Friedrich Ladegast die letzte Großorgel III/58 aus seinem Hause hier errichtet. Den kunstvollen Prospekt stellte die Chemnitzer Kunsttischlerei Henning her. 1913 wurde die Orgel (u. a. durch den Einbau pneumatischer Kegelladen) vom Orgelbau Jehmlich aus Dresden grundlegend verändert. Große Teile des Ladegastschen Pfeifenwerks wurden “verwertet” (ähnlich wie in der Nikolaikirche zu Leipzig). Der in den letzten Jahren erfolgten Restaurierung der verschlissenen und veränderten Orgel durch die Fa. Vleugels lag das Konzept der Rückführung auf den Zustand von 1913 (Jehmlich) zu Grunde.
KMD Petri wird uns hier ebenso erläuternd und spielend dieses auch optisch beeindruckende Zeugnis des spätromantischen Orgelbaus vorführen.

2.3.
ca. 12.30 Uhr Kreuzkirche, Henriettenstr. 36 auf dem KaßbergIn der vom Bauhäusler Otto Bartning entworfenen, 1930 eingeweihten und 1945 stark beschädigten Kreuzkirche befindet sich eine Eule-Orgel II/35 aus den 1980er Jahren, die allgemein als ein besonders klangschönes Werk anerkannt wird. Durch vielfältige Aktivitäten des Kreuzkantors Steffen Walther (Konzertreihen mit Gastorganisten, Orgelnächte usw.) ist sie über Chemnitz hinaus bekannt geworden. Herr Walther wird uns die Orgel in seiner vitalen Weise vorführen.
2.4.
ca. 14.30 Uhr Lutherkirche, Zschopauer Str., zwischen Gutenbergstr. und Senefelderstr. Der wuchtige, 1908 eingeweihte Zentralbau beherbergt eine zeitgleich errichtete Sauer-Orgel III/50, die in den Jahren 2005/06 von Christian Scheffler restauriert wurde. Kantor Marko Koschwitz wird mit seinem Spiel diesen “romantischen Orgeltag” abschließend gestalten.Anmerkung: Wegen der zeitlich begrenzten Verfügbarkeit der genannten Kantoren sind die Termine stark gedrängt. Über die Mittagspause hinweg müssen wir uns daher mit Kurzimbiß im Umfeld behelfen, können aber im Ausgleich den Ausklang des Tages mit einem ausgiebigen Kaffeetrinken gestalten. Heimfahrt ca. 17.30 Uhr.

Auf einen schönen Orgelfrühling freut sich
Ihr Hansgeorg Thieme

P. S.:
1. Konzerttermine
der vorigen Einladung (29.3., 27.4., 24.5. 1930 HMT, Grassistr.) sind noch aktuell.

2. Vorausschau (inhaltliche Planung ohne festgelegte Termine für Früh- und Spätsommer)- Rötha: Marienkirche mit restaurierter Silbermann-Orgel
- Halle: Händelhaus und Marktkirche St Marien- Magdeburg: neue Orgeln im Dom und in der kath. Kathedrale St. Sebastian
- mittleres Erzgebirge: Kleinolbersdorf, Zschopauau, Lengefeld, Lippersdorf